Ausflugsziele
Nicht nur das Landgut Köbelerhof im Naturpark Nassau ist eine Reise wert. In der vor allem durch die mittelalterliche Geschichte geprägten Region gibt es vieles zu entdecken. Wir haben für Sie ein paar lohnende Ziele ausgesucht.
Limburg
Limburg (Entfernung zum Köbelerhof ca. 15 km) fand eine erste urkundliche Erwähnung im Jahr 910. Die Brücke über die Lahn machte Limburg zum Knotenpunkt für alle wichtigen Straßen der Region und der Fernstraße Antwerpen - Byzanz. Die sorgfältig restaurierten Hallenhäuser der Altstadt zeugen noch heute von der Bedeutung Limburgs für den Handel.
Das Wahrzeichen der Stadt, der Limburger Dom, stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist die Kathedralkirche des Erzbistums Limburg. Sehenswert sind der St. Georgs-Dom und der Domschatz. Zum Domschatz gehört ein Kreuzreliquiar aus Byzanz und das im 10. Jahrhundert in Trier gefertigte Petri-Stab-Reliquiar.
Diez
In rund 10 km Entfernung locken die verwinkelten Gassen mit außergewöhnlichen Fachwerkensembles, die barocke Pracht von Schloß Oranienstein und das Grafenschloß über der Diezer Altstadt.
Das Museum im Grafenschloß zeigt Exponate der Vor- und Frühgeschichte, Grafik- und Gemäldesammlungen. Das Barockschloß ist eine eindrucksvolle Kulisse für die Oraniensteiner Konzerte.
Nassau
Der Luftkurort, ca. 8 km von uns entfernt, soll bereits Jahrhunderte vor Christi Menschen zur Ansiedlung verführt haben. Im Schutz von Taunus und Westerwald ließ sich hier schon immer gut leben. Wahrzeichen ist die um 1120 erbaute Burg, Stammburg des Grafenhauses Nassau, das heute im Großherzogtum Luxemburg und in den Niederlanden präsent ist.
Reichsfreiherr vom und zum Stein wurde hier 1757 geboren und Goethe weilte zur Kur und ließ sich inspirieren.
Bad Ems - das Kaiserbad
Die Kurstadt an der Lahn (Entfernung ca. 15 km) liegt auf einer Heilquelle, hier gibt es gesundes Wasser in Mengen. Zahlreiche Bauten zeugen von einer weltweit bedeutenden Bäderarchitektur, von römischer Geschichte und deutscher Romantik.
Das Kultur- und Veranstaltungsangebot reicht von Klassik über Kabarett bis zu Open-Air-Konzerten. Das Brückenfestival, der traditionelle Bartholomäusmarkt und der Rosenball sind über die Grenzen der Region bekannt.
Das barocke Badeschloss, Schloß Balmoral und nicht zuletzt das Casino haben über die Jahrhunderte viel Prominenz gesehen.
Kloster Arnstein - eine Oase für die Seele
Die Geschichte des Klosters geht zurück bis in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts. 1052 ist eine Burg Arnstein an der Lahn als Sitz der Grafen von Arnstein erstmals erwähnt. Damit handelt es sich um die älteste Erwähnung einer Burg an diesem Fluss überhaupt. Von dieser Anlage sind heute keine Spuren mehr zu finden.
1139 wandelte Ludwig III., der letzte Graf von Arnstein, seine Burg in ein Prämonstratenser-Kloster um und trat selbst dort ein. 1145 bestätigte König Konrad III. die Abtei als reichsunmittelbar.1360 wurde die Klosterkirche fertiggestellt. In ihr sind einzelne Bauteile enthalten, die sich auf das 12. Jahrhundert datieren lassen.
Mit dem Übertritt der Fürsten von Nassau zum Protestantismus unterstellte sich die Abtei der Schutzherrschaft des Trierer Erzstiftes. 1803 erfolgte die Aufhebung des Klosters durch die Säkularisation.
(vgl. Seite „Kloster Arnstein“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Februar 2010, 09:30 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kloster_Arnstein&oldid=70692284 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 14:49 UTC).
Eine Wiederbelebung erfuhr das Kloster durch die "Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariens und der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes", in der Region bekannt als "Arnsteiner Patres".
Gegründet wurde der Orden in Poitiers (Frankreich) im Jahre 1800 durch Marie Joseph Coudrin und Henriette Aymer de la Chevalerie. Von Anfang an hatte die Gemeinschaft einen Frauenzweig, einen Männerzweig und einen Weltlichen Zweig, in dem sich Laien zusammengeschlossen haben, um das Wirken der Ordensleute zu unterstützen und im Geist des Ordens zu leben.
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Die Zielsetzung der Gründer war es, die durch die Französische Revolution (ab 1789) zum größten Teil zerstörte französische Kirche wieder aufzubauen und zugleich an der Aufgabe der Auslandsmission mitzuwirken. Die junge Gemeinschaft begann ihren Einsatz dort, wo die Not am größten war: Die Ordensmitglieder errichteten Schulen für arme Kinder, arbeiteten in der Priesterausbildung und veranstalteten Volksmissionen. Schon früh suchten sie auch Aufgaben in außereuropäischen Gebieten. Die ersten katholischen Missionare in der Südsee (ab 1827 in Hawaii und Tahiti) kamen aus der Ordensgemeinschaft von den Heiligsten Herzen.
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Das bekannteste Mitglied ist der selige Damian De Veuster (1840-1889), der nach Hawaii ging und 16 Jahre lang den Aussätzigen auf der Insel Molokai diente, bis er selber am Aussatz starb. Pater Damian wurde am 11. Oktober 2009 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.
Heute leben und arbeiten ungefähr 600 Schwestern und 800 Brüder in 35 Ländern. Die Ordensgemeinschaft hat Niederlassungen in fast allen Staaten Westeuropas, Nord- und Südamerikas sowie in Afrika (Mosambik, Kongo), Asien (Indien, Indonesien, Japan, Philippinen) und im Pazifik (Cook-Inseln, Tahiti, Hawaii, Neuseeland). Das Generalat ist in Rom. In Deutschland leben und wirken ca. 50 Patres und Brüder. Dazu gehören ca. 10 Mitglieder der polnischen Provinz, die seit 1979 in der Diözese Augsburg tätig sind.
Über Jahrhunderte hinweg war Arnstein eine Stätte der Bildung und Kultur. Wertvolle Glasmalereien und Handschriften wurden in den Werkstätten des Klosters hergestellt. In dieser Tradition werden in Kirche und Kloster in Zusammenarbeit mit dem Verkehrverein Obernhof-Arnstein und "Peregini e. V." regelmäßig Konzerte und andere kulturelle Aktitiväten veranstaltet.
Aus dem Programm:
Samstag, 20. März, 20.00 Uhr: 10. Arnsteiner Feuernacht mit Orgelmeditation von Matthias Frey bei Kerzenlicht, anschließend Brot und Wein am Feuer, (Veranstalter: Peregrini e.V.)
Samstag, 8. Mai, 19.00 Uhr: „Über alle Grenzen“, Premiere des Kultursommer-Projektes 2010 von Moritz Stoepel, Ort: Kloster Arnstein, gotischer Pilgersaal (Veranstalter: Peregrini e.V.)
Samstag, 14. August u. Sonntag, 15. August: Arnsteiner Kloster- und Pilgermarkt Ort: Kloster Arnstein (Veranstalter: Peregrini e.V.)
Samstag, 23. Oktober, 20.00 Uhr, 96. Obernhofer Vollmondnacht: „Pans versunkener Garten“ Musik: Shamrock-Duo, Texte: David Langner, Diethelm Gresch und Gaby Fischer, Ort: Kloster Arnstein, gotischer Pilgersaal (Veranstalter: Peregrini e.V.)
Freitag, 5. November, 19.30 Uhr: „Nun hebt den Krug zum Trunke“ Mittelalterliche Kloster-Lahnwein-Probe mit den Spielleuten von RANUNCULUS, Ort: Kloster Arnstein, Gotischer Pilgersaal (Veranstalter: Verkehrsverein)
Die Wanderreiter wissen das fürstliche Picknick auf der Kleinen Kanzel mit Besichtigung der Basilika des Klosters zu schätzen.
Burg Nassau
Erste Erwähnung findet die Burg Nassau 1093 mit Nennung des Grafen Dudo von Laurenburg in der ersten Stiftungsurkunde des Klosters Maria Laach. Da die Urkunde aber in Kreisen von Historikern als Fälschung gilt, ist diese Jahreszahl keine verlässliche Angabe. Die verbürgten Anfänge der Burg datieren um das Jahr 1100. 1120 nahmen Ruprecht I. von Laurenburg und sein Bruder Arnold I. den Nassauer Burgberg mitsamt dem darauf stehenden Wohnturm in Besitz. Sie ließen die Burganlage 1124 umgestalten und erweitern.
1159 wurde die Laurenburger Grafenfamilie vom Erzbischof von Trier mit der Burg belehnt. Die Laurenburger nannten sich fortan "Grafen von Nassau". 1220 wurde durch Heinrich II. mit dem Bau des Palas im Stil der Spätromanik begonnen. 1255 wurde die Grafschaft Nassau unter Heinrichs Söhnen Walram II. und Otto I. aufgeteilt.
In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der heute wieder aufgebaute, 33 Meter hohe, fünfeckige Bergfried errichtet. 1346 fand auch noch ein zweiter Burgturm Erwähnung, der in der heutigen Zeit jedoch nicht mehr existiert.
Bis zum Ende des Mittelalters war die Burg Nassau bewohnt, wurde dann aber als Residenz der Grafen aufgegeben. Damit setzte der allmähliche Verfall der Anlage ein. Die verbliebenen Ruinen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ab 1970 erfolgte die Restaurierung.
Die Burg Nassau kam 1965 in den Besitz der Staatlichen Schlösserverwaltung Rheinland Pfalz (heute Burgen, Schlösser Altertümer Rheinland-Pfalz) und beherbergt heute im Palasgebäude ein Restaurant. Der Bergfried kann kostenlos besichtigt werden.
(vgl. Seite „Burg Nassau“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Dezember 2009, 02:29 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Nassau&oldid=68299149 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 14:53 UTC).
Die Gastronomie der Burg Nassau kann auch für Familienfeiern, Firmen-Events, Motivations-Veranstaltungen etc. genutzt werden. Getafelt wird im königlichen Rittersaal, in der Burgschenke, auf der Lindenterrasse und im neu gestalteten Themen-Restaurant.
Die Wanderreiter verbringen die Mittagsrast gerne im Gasthof "Zum Goldenen Fass" im Schatten der 350-jährigen Linde mit Blick auf die Burg Nassau.
Burg Schwalbach - das Tor zum Palmbachtal
Die Burg wurde ab 1368 von Graf Eberhard von Katzenelnbogen zur Sicherung der Nordostgrenze seines Gebiets erbaut. Der überlieferte Fertigstellungstermin 1371 gilt aber wegen der als deutlich zu kurz erscheinenden Bauzeit als unwahrscheinlich. Die umliegende Siedlung muss bereits vor der Burg bestanden haben, denn ebenfalls 1368 verlieh Kaiser Karl IV. ihr das Stadtrecht, was mit der Erlaubnis zum Bau von Befestigungsanlagen und zum Ausrichten eines dienstäglichen Wochenmarkts verbunden war. Dennoch entwickelte sich die Siedlung nicht zur Stadt und wurde bis ins 18. Jahrhundert als "Flecken" bezeichnet.
1536 fiel die Burg an das Haus Nassau. Nach einer Erbteilung erhielt Graf Wilhelm von Nassau-Weilburg 1594 Burgschwalbach sowie den von dort verwalteten Amtsbezirk. Die Burg machte er zu seiner Residenz. Seine Witwe Erika nutzte die Burg bis 1628 als Witwensitz und ließ die Anlage teilweise in Stand setzen. Bis 1720 beherbergte das Bauwerk ein nassau-weilburgisches Amt.
1737 wären wieder Reparaturen nötig geworden. Angesichts der hohen Kosten entschloss sich die Verwaltung von Nassau-Usingen, zu dem Burgschwalbach inzwischen gehörte, die Burg verfallen zu lassen. Inventar, Holzbauteile sowie das Dach wurden deshalb versteigert und abgetragen.
1817 kaufte der Zimmermeister Georg Philipp Schnabel das Torhaus. Seine Familie eröffnete 1858 ein Restaurant auf der Burg. Bis heute existiert dort eine Restaurant.
(vgl. Seite „Burg Schwalbach“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. April 2009, 10:24 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Schwalbach&oldid=59009068 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 14:57 UTC).
Burg Hohlenfels
Die Burg liegt zwischen Hahnstätten und Mudershausen. Auf einem von zahlreichen Schründen und Spalten durchsetzten ("hohlen") Kalkfelsen über dem „Hohlenfelsbachtal“. Der Fels fällt nach drei Seiten steil ab und ragt bis zu 60 Meter hoch. Zur vierten, südwestlichen Seite schließt sich das Waldgebiet der Fossenhelde ("Fuchsenhalde") an.
1326 fiel der spätere Burgfelsen mit etwas Umland dem Grafen Gerlach I. aus der walramischen Linie des Hauses Nassau zu. Dieser ließ zunächst einen Gutshof unterhalb der heutigen Burg errichten, aus dem sich später das Dorf Hohlenfels entwickelte.
Vor 1353 wurde im Auftrag Graf Johanns I. von Nassau-Weilburg-Saarbrücken († 1371) mit dem Bau der Burg Hohlenfels durch Daniel von Langenau († 1389) begonnen. Die Burg sollte vermutlich die Handelsstraße zwischen Aachen und Nürnberg (Kemel-Limburger Straße) und die Hessenstraße kontrollieren, die in unmittelbarer Nähe vorbeikamen. Der Burgenbau löste eine Fehde mit den Grafen von Diez aus, die ihre Befestigungshoheit verletzt sahen und 1353 in einem ersten Schiedsspruch Recht bekamen.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts fielen nach und nach zahlreiche Anteile der Burglehen durch Ganerbschaft und Verpfändung an die Herren von Mudersbach, die schließlich in den Alleinbesitz der Burg gelangten. Nach dem Tod Daniels von Mudersbach († 1600) belehnten die Grafen von Nassau-Saarbrücken 1604 seinen Schwiegersohn Hartmut von Kronberg († 1608) mit Burg und Dorf Hohlenfels.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Hohlenfels zeitweise aufgegeben und teilweise zerstört. Während das Dorf mit Ausnahme des Gutshofes zur Wüstung wurde, nahm Johann Nikolaus von Kronberg († 1704) die Burg jedoch 1685 wieder in Besitz. Nach dessen kinderlosem Tod fiel das Nassauer Lehen an seinen Verwandten Hugo Friedrich Waldecker von Kempt († 1753), der von 1712 bis 1716 den heute noch bewohnbaren Hauptbau der Burg neu errichten ließ.
1753 fiel das Burglehen an die Fürsten von Nassau-Usingen zurück und wurde nicht mehr neu vergeben, sondern dem nassauischen Amt Brugschwalbach und der Aufsicht des Amtmanns von Kirberg unterstellt. Bereits 1768 wurden Teile der alten Holzkonstruktionen abgebrochen, und in der Folgezeit verfielen große Teile der Burg weiter. Im Zuge der Rheinromantik diente die bereits weitgehend ruinöse Burg mehrfach als Motiv für Maler und Zeichner.
In denNapoleonischen Kriegen 1802 und 1807/08 mehrfach von Franzosen besetzt, fielen die Burg, in der von 1800 bis 1885 eine Revierförsterei untergebracht war, und der zwischenzeitlich ausgebaute Gutshof am Fuße des Burgfelsens 1866 als Staatsdomäne an Preußen. 1885 wurde auf Burg Hohlenfels ein Gastwirtschafts- und Pensionsbetrieb eröffnet, der bis 1955 Bestand hatte. 1898 eröffnete die Nassauische Kleinbahn nahe der Burg einen Bahnhof, der bis 1926 von Hahnstätten aus mit Personenzügen bedient wurde.
Bei der Auflösung Preußens 1947 kamen Burg und Gutshof in den Besitz des Landes Rheinland-Pfalz. Nach dem Ende des Gastronomiebetriebs 1955 stand die Burg bis 1963 leer, bis 1978 war sie dann Sitz des Nerother Wandervogels. Seit 1978 ist die Burg wieder in Privatbesitz.
Aufgrund ihres schlechten Bauzustandes wurde die denkmalgeschützte Burg Ende der 1970er Jahre als in ihrem Bestand gefährdet eingestuft und für die Öffentlichkeit gesperrt. An Ostern 1979 stürzten Teile der knapp 40 Meter hohen Schildmauer sowie der östliche Zwingerturm ein. In der Folgezeit wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, die auch eine Stabilisierung des zerklüfteten Felsens („hohler Fels“) beinhalteten. Die Burg ist seit Sommer 2005 nach weiteren Renovierungsarbeiten erstmals an einigen Tagen im Jahr wieder der Öffentlichkeit für kulturelle Events zugänglich.
Im ehemaligen Gutshof am Fuße des Burgfelsens ("Domäne Hohlenfels") ist seit 1973 eine Jugendbegegnungsstätte untergebracht.
(vgl. Seite „Burg Hohlenfels“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. August 2009, 03:20 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Hohlenfels&oldid=63300108 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 14:59 UTC).
Die Jugendherberge am Fuße der Burg verfügt über großzügige Wiesen und ein Gästehaus mit Einzelzimmern.
Schloß Schaumburg
Möglicherweise wurde der Berg um 915 erstmals mit einer Burg bebaut. Ursprünglich hieß sie „Schauenburg“ oder „Schowenburg“. Die Schaumburg wurde im Jahr 1197 erstmals genannt, sie war das Zentrum einer gleichnamigen Herrschaft. Die Burg war im 12. Jahrhundert im Besitz des Haus der Grafen von Leiningen.
Mit dem Aussterben der Grafen im Mannesstamm um 1220 kam es zu einer Teilung und mehrfachem Besitzwechsel des Burglehn. Ein Teil der Burg befand sich im Besitz von Elise, der Tochter des Grafen Einicho von Leiningen und Gattin von Ruprecht des Streitbaren von Nassau. Mit ihrem Tod ging dieser Anteil, über ihre Tochter, auf die Grafschaft Virneburg über. Ein weiterer Anteil an der Burg fiel an die Grafschaft Diez und von dieser an die Grafschaft Weilburg. Ein dritter Teil der Schaumburg fiel an das Haus Isenburg. Bei dessen Erbteilung 1232 gelangte der Anteil Schaumburg in den Besitz von GErlach I von Limburg. Das Haus Limburg musste jedoch bereits 1266 in einem Schiedsspruch zugunsten Kurkölns auf den Teil der Burg verzichten. Der Kölner Erzbischof übertrug den Kurkölner Anteil 1276 an das Haus Westerburg.
Das Haus Westerburg baute ab 1279 die Schaumburg aus. Um die Stellung der Burg zu schwächen, erbaute Balduin von Luxemburg die Burg Balduinstein in der Nähe der Schaumburg. Es kam zu einem längeren Streit, in dessen Folge der Ort Balduinstein1321 aus der Herrschaft Schaumburg getrennt und zur Stadt erhoben wurde.
Bis zum 15. Jahrhundert konnte das Haus Westerburg alle anderen Anteile der Burg erwerben. Ab 1557 residierte das Haus Leiningen-Westerburg-Schaumburg, eine Seitenlinie des Haus Westerburg auf der Schaumburg. 1656 verkaufte Georg Wilhelm von Leiningen die Burg und Herrschaft an Agnes von Effern, der Witwe des Grafen Peter Melander von Holzappel, welche die Herrschaft Schaumburg mit der Grafschaft Holzappel vereinigte.
Von 1847 bis 1867 besaßErzeherzog Stefan von Österreich die Schaumburg. Er musste 1848 im Zuge der Revolution seine Heimat Ungarn verlassen und baute die Schaumburg von 1850–1855 in neugotischer Form aufwendig zu dem Schloss in der noch heute bestehenden Form um.
(vgl. Seite „Schloss Schaumburg“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Januar 2010, 22:18 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Schaumburg&oldid=69070912 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 15:11 UTC).
Burg Balduinstein
Die Burg geht auf den Erzbischof Balduin von Trier zurück, der im Jahre 1319 mit dem Bau einer Trutzburg unterhalb der Schaumburg begann, wo die mit ihm verfeindeten Herren von Westerburg residierten. Dem Ort wurde das Stadtrecht 1321 von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen. Balduin erhob die Siedlung zum Amt und übergab Amt und Burg 1335 dem Ritter Dietrich von Staffel. 1339 verpfändete Balduin die Burg an Dietrich von Staffel. Die Ritter von Staffel blieben bis zu ihrem Aussterben im Mannestamm 1683 im Besitz der Burg.
Mit dem Bau der Niederburg 1443 innerhalb der Stadt verlor die Burg Balduinstein zunehmend an Bedeutung. Nach mehreren Ausbauphasen der Burg im 14. und 15. Jahrhundert, sowie dem Anschluss an die Stadtbefestigung, begann in der Mitte des 17. Jahrhunderts der Verfall. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 erteilte der Kurfürst 1665 die Abbruchgenehmigung, 1680 standen dann nur noch die Mauern.
Nach dem Aussterben der Ritter von Staffel war die Burg an die Ritter von Reifenberg und die Ritter von Eltz-Rübenach verpfändet. Im 19. Jahrhundert wurde die Burgruine als Steinbruch genutzt.
(vgl. Seite „Burg Balduinstein“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Januar 2010, 22:19 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Burg_Balduinstein&oldid=69070942 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 15:19 UTC).
Auf dem Wanderritt über den Lubentiuspfad verwöhnen wir die Gäste mit einem königlichen Picknick am Fuße der Schaumburg und überqueren unterhalb der Burg Balduinstein die Lahn.
Klosterruine Brunnenburg
Die Klosterruine Brunnenburg liegt über dem Lahntal bei Bremberg. Von dem damaligen Benediktinerinnenkloster sind heute nur noch Teile des Chores, des Westwerks und der Seitenschiffe erhalten. Gegründet wurde das Kloster ca. 1200 durch die Grafentochter Gisela von Katzenelnbogen, einer Nichte des Grafen von Arnstein. Mit der Klostergründung eng verbunden ist das baulich gut erhaltene Kloster Arnstein bei Obernhof (gegründet als Prämonstratenserkloster).
Das Kloster Brunnenburg wurde im Zuge der Reformation 1542 aufgelöst und verfiel seitdem zur heute bestehenden Ruine. Der Lahnhöhenweg mit dem Lahn-Camino (Teilstrecke des Jakobsweges), der Fernwanderweg E1 und der regionale Klosterweg führen zu dieser historischen Stätte, von der sich ein guter Blick ins Lahntal und auf die gegenüberliegenden Höhen erschließt.
(vgl. Seite „Klosterruine Brunnenburg“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. August 2009, 17:53 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Klosterruine_Brunnenburg&oldid=63763989 (Abgerufen: 26. Februar 2010, 15:30 UTC)
Die Wanderreiter geniessen hier gerne das Picknick vom Altarstein mit einem traumhaften Blick über das Lahntal und den anschließenden Ritt über den Jakobsweg.
Wild- und Freizeitpark Westerwald
Der Wild- und Freizeitpark Westerwald in Gackenbach im Gelbachtal beherbergt auf 67 ha Fläche 200 Tiere in 15 Arten. Bär Purzel empfängt Sie mit offenen Armen. Weitere Attraktion ist die 400 m Rodelbahn mit Bergfahrt Möglichkeit. Rund um den Freizeitpark finden Sie ein ausgebautes Wander-Wegenetz.




















